Rückenschmerzen beim Autofahren

07.12.2022
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Sollten Sie beim Autofahren Rückenschmerzen haben, so beeinträchtigt dies nicht nur Ihre Fahrweise, sondern macht die Autofahrt für Sie selbst bei kürzeren Strecken zu einer Tortur. Wir haben einige Tipps für Sie zusammengestellt, damit die Rückenschmerzen beim Autofahren besser werden.

Ursache bei Rückenschmerzen während dem Fahren

Treten Rückenschmerzen beim Autofahren oder nach dem Fahren auf, ist es naheliegend, dass die Grundhaltung im Autositz schuld daran ist. Durch die Sitzhaltung im Auto wird der Lendenwirbelsäule eine runde Haltung aufgezwungen – keine gute Voraussetzung für einen entspannten und schmerzfreien Rücken. Zusätzlich zieht die Muskulatur der Leistenbeuge die Wirbelsäule nach vorne – speziell betroffen davon ist die rechte Seite durch den ständigen Druck auf das Gaspedal des rechten Beines. Als besonders rückenbelastend gelten lange Fahrten auf der Autobahn. Denn die hohen Geschwindigkeiten erfordern starke Konzentration, und die Körperhaltung kann auf der monotonen Strecke wenig variiert werden. Ein wenig abwechslungsreicher ist das Fahren auf Landstraßen, da zum Beispiel beim Kurvenfahren die Körpermuskulatur aktiver eingesetzt wird.

Was hilft bei Rückenschmerzen?

  • regelmäßige Bewegungspausen

Je länger solche ungünstigen Körperhaltungen eingehalten werden, desto eher kommt es zu Problemen.

Dabei helfen regelmäßige Bewegungspausen, um dem Körper so die Chance zu geben, Spannungen zu lösen und die Wirbelsäule in eine andere, aufrechte Position zu bringen.

Es gibt aber auch speziell angefertigte Sitzkissen, die gerade bei Langstreckenfahrten helfen können. Um die Leistenbeuge zu entlasten (bzw. den dadurch betroffenen Muskel) reicht hingegen ein einfaches, kleines Kissen aus, das man unter den Oberschenkel legt. Eine solche stabilere Auflage hilft dabei, die Muskulatur zu entspannen und infolgedessen auch Rückenschmerzen vorzubeugen.

  • Tempomatfunktion nutzen

Vorteilhaft ist auch die Tempomatfunktion Ihres  Fahrzeuges: Gerade bei langen Strecken wird dabei die Lendenwirbelsäule spürbar entlastet, wenn das rechte Bein nicht ständig mit Druck am Pedal sein muss, um die Geschwindigkeit zu halten.

  • Stau und Ampeln zum Strecken nutzen

Im Stau, vor Ampeln, an Mautstationen oder Grenzübergängen gewinnen Sie - meist unfreiwillig - Zeit, Ihren Rücken etwas zu entspannen. Nutzen Sie diese "Zwangspausen" zum bewussten Entspannen, Räkeln und Strecken Sie sich, das wird nicht nur Verspannungen lösen, sondern macht auch gleich munterer. 

Autositz richtig einstellen

Die meisten Autositze sind leider alles andere als rückenfreundlich - besonders für den Fahrer ist ein dynamisches und bewegungsreiches Sitzen nur eingeschränkt möglich. Verspannungen der Rückenmuskulatur sind die Folge.

Ein guter Autositz sollte möglichst in Höhe, Tiefe und Neigung von Sitzfläche und Lehne verstellbar sein und dem Körper durch passende Seitenführungen auch in Kurven guten Halt bieten. Beim Fahren sollten Sie das Gefühl haben, bequem und gut unterstützt zu sitzen.

Die Sitzlehne sollte nicht zu stark nach hinten geneigt sein, damit der Rücken nicht in eine runde Haltung und der Kopf in eine ungünstige Stellung gezwungen wird. Das Gesäß sollte so dicht wie möglich an die Rückenlehne rücken, damit die Wirbelsäule in ihrer Form unterstützt wird. Der Sitzabstand zu den Pedalen sollte so bemessen sein, dass die Kniegelenke bei durchgetretenen Pedalen noch leicht angewinkelt sind. Die Schultern sollten von der Rückenlehne unterstützt werden. Das Lenkrad sollte mit leicht angewinkelten Armen bedient werden. Der Schulterkontakt sollte auch bei Lenkbewegungen erhalten bleiben. Die Sitzhöhe muss sowohl ein freies Sichtfeld als auch die Kontrolle der Anzeigeinstrumente gewährleisten. Die Kopfstütze muss den ganzen Kopf stützen. Sie ist auf die richtige Höhe eingestellt, wenn die Oberkanten von Kopfstütze und Kopf übereinstimmen. 

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