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DER PROBEFÜHRERSCHEIN - WAS MUSS ICH WISSEN?

28.04.2022
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Wer bekommt in Österreich einen Probeführerschein? Wie lange dauert die Probezeit? Was gilt während der Probezeit? – Wir haben alle Infos rund um den Probeführerschein.

Seit 1992 ist in Österreich jeder neue Führerschein die ersten drei Jahre lang ein Probeführerschein. Ausgenommen davon sind die Führerscheine der Klassen

  • AM (Mopedführerschein)
  • F (Zugmaschinen, Motorkarren, selbstfahrende Baumaschinen etc. mit maximaler Bauartgeschwindigkeit von 50 km/h).

Bei manchen Klassen dauert die Probezeit auch länger – und zwar mindestens bis zum 21. Geburtstag in den Klassen

  • L17 (B-Führerschein mit 17 Jahren)
  • A1 (Motorräder bis 125 ccm3 und maximal 11 kW/15 PS, Dreirädrige Kraftfahrzeuge mit maximal 15 kW/20 PS)

Sämtliche Bestimmungen rund um den Probeführerschein sind unter §4, 18a und 19 des des Führerscheingesetzes geregelt.

Was muss ich während der Probezeit beachten?

Innerhalb der Probezeit gelten besondere Bestimmungen bezüglich Alkoholkonsum und schweren Verstößen.

Alkoholgrenze: Während der Probezeit gilt eine 0,1 Promille-Alkoholgrenze. Werden bei einem Lenker mit Probeführerschein mehr als 0,1 Promille festgestellt, wird seine Probezeit um ein Jahr verlängert und er muss zur Nachschulung.

Sonstige schwere Verkehrsstrafdelikte: Begeht ein Lenker mit Probeführerschein ein schweres Verkehrsdelikt wie

  • Fahrerflucht
  • Fahrlässige Körperverletzung bzw. Tötung beim Lenken eines Kraftfahrzeuges
  • Überholen unter gefährlichen Umständen
  • Fahren gegen die zulässige Fahrtrichtung
  • Fahren auf der falschen Richtungsfahrbahn auf Autobahnen
  • Missachtung von Überholverboten
  • Missachtung des Vorrangs, Überfahren von „Halt“-Zeichen
  • Geschwindigkeitsübertretungen von mehr als 20 km/h im Ortsgebiet oder mehr als 40 km/h auf Freilandstraßen
  • Handynutzung am Steuer

wird seine Probezeit ebenfalls um ein Jahr verlängert und er muss zur Nachschulung.

Was gehört zur Nachschulung?

Die Nachschulung besteht normalerweise aus vier Kursabenden bzw. Besprechung mit einem Verkehrspsychologen. Die Kosten dafür muss der Besitzer des Probeführerscheins selbst tragen.

Ist eine Nachschulung angeordnet, verlängert sich wie erwähnt die Probezeit um ein weiteres Jahr bzw. es beginnt ein neuerliches Probejahr, und zwar dann, wenn die Probezeit in der Zeit zwischen Begehen des Delikts und Nachschulungs-Anordnung abgelaufen ist.

Die Probezeit selbst wird nicht in den Führerschein eingetragen, die Verlängerung oder der Neubeginn schon.

Kommt es während der dritten Probezeitverlängerung zu einem schweren Verstoß, wird ein amtsärztliches Gutachten sowie verkehrspsychologische Untersuchung verlangt und unter Umständen die Lenkberechtigung entzogen.

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