Auto im Winter draußen stehen lassen

21.12.2022
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Winterliche Straßenverhältnisse sind nicht nur am Steuer eine Herausforderung. Die Witterungsverhältnisse verlangen dem Auto auch einiges ab. Vor allem das Parken draußen kann das Auto in Mitleidenschaft ziehen. Wie die Kälte dem Auto wirklich zusetzt und worauf man achten sollte, wenn man das Auto draußen parkt, erfahren Sie hier. 

Wie Kälte dem Auto zusetzt

Das Abstellen des Fahrzeugs im Freien bringt nicht nur Unannehmlichkeiten wie Eiskratzen mit sich. 

Kälte mindert die Batterieleistung. Bei einer Temperatur von - 10° Celsius stehen im Schnitt nur noch zwei Drittel der ursprünglichen Leistung zur Verfügung. Eine leere Autobatterie ist der häufigste Grund, warum Autofahrer im Winter Pannenhilfe benötigen.
Hinzu kommt ein kalter Motor, denn dieser muss erst warm laufen. Kaltes Motoröl ist zähflüssig, die Lager und Schmierflächen werden anfangs oft unzureichend versorgt, was zu einem hohen Verschleiß führt. Um mögliche Schäden zu begrenzen, sollten Sie bei einem Kaltstart hohe Drehzahlen vermeiden. Bei Minustemperaturen können Schlösser oder Gummidichtungen festfrieren und Schaden nehmen, wenn man die Tür oder Heckklappe gewaltsam zu öffnen versucht. Heikel sind auch die Scheibenwischerblätter, sie können über Nacht an der Windschutzscheibe festfrieren und so schnell kaputt gehen, falls man gerade beim Starten des Autos nicht dran denkt.
Generell steigt natürlich das Risiko für Parkschäden wie Kratzer im Lack, wenn man den Wagen im öffentlichen Raum abstellt. Parkt man im Winter im Freien, dann setzen auch Streusalz und Splitt dem Lack zu. Die Teilchen werden von vorbeifahrenden Autos aufgewirbelt und wie kleine Geschosse gegen die Karosserie geschleudert. Zudem kann Streusalz in Kombination mit Feuchtigkeit die Bildung von Rost fördern.

Draußen Parken im Winter

Falls es sich doch einmal nicht vermeiden lässt, das Auto bei Frost und Schnee im Freien abzustellen: Mit diesen Grundregeln gehen Sie sicher, dass Sie anschließend entspannt wieder losfahren können.

  • Frostschutz verwenden
    Verwenden Sie in jedem Fall Frostschutz, damit das Kühlsystem Ihres Motors geschützt ist. Ebenso gehört in die Scheibenwaschanlage ein Reiniger mit Frostschutzanteil. Für Gummidichtungen und Türschlösser gibt es im Fachhandel spezielle Pflegemittel mit Frostschutzwirkung, die einem Festfrieren bei Minusgraden vorbeugen.
  • Geeigneten Parkplatz wählen
    Wann immer möglich sollten Sie im Winter auf ebenen Flächen parken und abschüssige Parkplätze vermeiden, denn auf Schnee und Eis kann das Auto leicht ins Rutschen geraten. 
  • Auf Hindernisse achten
    Unter scheinbar harmlosen Schneehaufen verbergen sich im Winter nicht selten heimtückische Hindernisse wie Bordsteinkanten, Boller oder Absperrungen. Halten Sie daher beim Ein- und Ausparken einen ausreichenden Sicherheitsabstand ein.
  • Wischerblätter schützen
    Damit die Wischerblätter nicht an der Windschutzscheibe festfrieren, sollten Sie die Scheibenwischer im Winter beim Parken hochklappen. 















Garage oder überdachten Stellplatz

Vermeiden lassen sich alle diese Probleme durch eine Garage, in der die Temperatur normalerweise nie unter 0° C fällt. Wer einen überdachten, geschlossenen Stellplatz zur Verfügung hat, erspart sich nicht nur das morgendliche Eiskratzen. Auch Batterie, Motor und Dichtungen werden geschont, das Auto lässt sich besser starten und braucht weniger lang, um warm zu laufen. All das verlängert die Lebensdauer Ihres Fahrzeugs. 

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